Donnerstag, 24. Mai 2007

Folgekosten: Zwei Nachträge

Nachtrag 1:
Die Folgekosten in meinem Post von gestern müssen nicht unbedingt Geld bedeuten - es funktioniert auch mit den beiden anderen Elementen des Magischen PM-Dreiecks, nämlich Qualität und Zeit:

Zeit bedeutet, dass die Auswirkungen der Kundenanforderung auf die Deadline klargemacht werden müssen. Eine kostengünstige Lösung kann möglicherweise mit höherem Risiko behaftet sein und dadurch die Einhaltung der Deadline gefährden.

Qualität bedeutet nicht unbedingt das was die Agentur oder der Entwickler dafür hält. Viele Kunden verstehen darunter "keine Bugs" und generell Einhaltung ihrer Erwartungshaltung. Wie es unter der Haube aussieht ist ihnen oft weniger wichtig. Überzogene Anforderungen führen oft zu höherer Fehlerquote, das ist kein Verschulden der Agentur und sollte dem Kunden auch transparent gemacht werden.

Nachtrag 2:
Wie bei jeder Verhandlungssituation kann auch hier der Schuss nach hinten losgehen: "Das mit den Folgekosten bei Erweiterung meines schwiemeligen Altsystems klingt völlig überzogen. Wenn Sie das nicht in der Hälfte der Zeit schaffen - andere Agenturen schaffen es, ich habe zwei Angebote dazu auf dem Tisch liegen. Machen Sie bitte beim Rausgehen die Tür zu."